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CDU Liskow verweigert sich einer Zukunftsdebatte für die Wolgaster Werft

Zu den Äußerungen von Franz-Robert Liskow in Bezug auf die Haltung der LINKEN zur Peene-Werft erklärt die Vorsitzende des Kreisverbandes der LINKEN Peene-Uecker-Ryck, Jeannine Rösler:

"Den Beschäftigten der Peene-Werft Wolgast bringt es gar nichts, wenn man sich ihnen, wie Herr Liskow, tatenlos an die Seite stellt. Genauso wenig hilft es, sich planlos der Realität zu verweigern, wie es große Kreise der CDU tun. Es ist ein Fakt, dass das Regime in Saudi-Arabien seit Jahren einen rücksichtslosen Krieg gegen die Bevölkerung im Jemen führt und brutal gegen Oppositionelle im eigenen Land vorgeht. Niemand kann eine Garantie dafür geben, dass die in Wolgast hergestellten Patrouillenboote nicht doch für die Seeblockade des Jemen eingesetzt werden und somit zum Elend der dortigen Menschen beitragen.

Stattdessen qualifiziert Herr Liskow alle Überlegungen der Linken, künftig auf zivile Produktion umzustellen, als planwirtschaftliche Spielchen ab. Dabei erklärt er nicht im Ansatz, worin überhaupt der Zusammenhang zwischen Planwirtschaft und ziviler Produktion bestehen soll. Redet die LINKE über die künftige Ausrichtung der Werft ist es halt Planwirtschaft, redet Parteikollege Glawe ebenfalls über künftig mögliche Projekte ist es Marktwirtschaft. Absurd!

Eigene Ideen und Überlegungen zur Zukunftssicherung des Schiffbaustandortes Wolgast werden erst gar nicht entwickelt, ist doch der Griff in die Mottenkiste der Klischees so viel leichter. Zur Konferenz der LINKEN in Wolgast, bei der ausgewiesene Experten über Chancen und Risiken eines künftigen zivilen Schiffbauprofils diskutierten, gab es von der Kreis-CDU meines Wissens Null-Reaktion. Das nenne ich einen Schlag ins Gesicht der Werft-Beschäftigten und ihrer Familien. Hände in den Schoß legen und abwarten ist doch wohl keine Option.

Von vornherein war absehbar, dass mit den Militäraufträgen aus Saudi-Arabien ein erhebliches Risiko mitschwingt. Die katastrophale Menschenrechtslage dürfte auch schon vor Jahren kein Geheimnis gewesen sein. Für niemanden! Vielleicht hätte es eines guten Plans bedurft, um es nicht so weit kommen zu lassen, dass die Beschäftigten und Zulieferer jetzt die Gekniffenen sind. Auf ewig von militärischen Exporten abhängig zu sein, kann keineswegs eine erfolgreiche Ausrichtung für die Peene-Werft sein.“