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Fraktion DIE LINKE sieht Theater in Gefahr

Kündigung des Theatervertrages bringt viel Unsicherheit

Gegen die Bestrebungen, den Gesellschaftervertrag der Theater Vorpommern GmbH seitens derStadt zu kündigen, regt sich in der Fraktion DIE LINKE in der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald massiver Widerstand. „Nur aus Verärgerung über eine Entscheidung von Stralsund und Rügen, die anders ausfiel als von Greifswald gewünscht, wird mit der Idee der Vertragskündigung das gesamte Theater in Frage gestellt. Das zeugt nicht von strategischem politischen Handeln.“, so Dr. Jörn Kasbohm, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. „Aber eine gute Strategie, um unser Theater mit drei Sparten zukunftssicher zu machen, ist gerade jetzt bitter nötig!“,so Dr. Kasbohm weiter. Bislang seien sich die Fraktionen einig gewesen, das Theater mit seiner Vielfalt haben und auch kommunal finanzieren zu wollen. Dr. Kasbohm: „Aber die Zeiten für Theater sind in Mecklenburg Vorpommern nicht die besten. Mit der Kündigung des Gesellschaftervertrages macht man unser Theater Vorpommern unnötig angreifbar. Mit einer solchen Entscheidung würde man viel Unsicherheit schaffen.“

Durch eine Kündigung würde man das Theater in große Gefahr bringen, ist sich auch Birgit Socher, Mitglied des Kulturausschusses für DIE LINKE, sicher: „Insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt kann ein Vertragsausstieg verheerende Folgen für unser Haus mit sich bringen. Anstatt eine starke gemeinsame Front für die Diskussion mit Schwerin über die Kulturlandschaft in Vorpommernaufzubauen, zerfleischen wir uns selbst!“ Socher meint, es werde sicher nicht wenige geben, die eine Kündigung des Vertrages als Schwäche des Theater Vorpommerns ausmachen würden. „In einer Situation, in der unser Theater in vielen Arenen ums Überleben kämpfen muss, können wir uns aber keine Schwäche leisten!“

Socher und Dr. Kasbohm bewerten die Diskussionen in der jüngsten Vergangenheit als absolut kontraproduktiv. Sie erinnern daran, dass der entscheidende Vorteil des Theaters immer war, dass sich die Kommunalpolitik in Greifswald und Stralsund geschlossen zum Theater bekannte. „Die künstlerische Vielfalt und auch die Arbeitsverträge im Haus können nur erhalten werden, wenn wir auch weiterhin gemeinsam agieren. Aus dem Vertrag auszusteigen, gefährdet diese Gemeinsamkeit und damit eine positive Entwicklung nur!“, sind sich Socher und Dr. Kasbohm einig. Sie fordern, sich in den Diskussionen zum Theater wieder vermehrt sachlichen Inhalten zu widmen. Auf der Sicherung der Finanzierung des Spielbetriebes oder auch auf der Beschaffung von Wirtschaftsfördermitteln für die Sommerbespielungen sollte das Augenmerk liegen. Ebenso sei es sinnvoll zu formulieren, welche Erwartungshaltung die drei Gesellschafter an eine neue Amtsperiode des Intendanten haben.

i.A.d.F.

Marian Kummerow

Fraktionsgeschäftsführer

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