Bericht aus dem Finanzausschuss vom 15.11.12
1. Stadthaus Greifswald
· Für das gesamte Projekt liegt keine Budgetüberschreitung vor.
· Die prognostizierten Kosten werden momentan um ca. 64.000€ unterschritten.
· 78% der gesamten Budgetleistungen sind ausgeschrieben bzw. beauftragt.
2. Neuabschlüsse Konzessionsverträge – mehrheitlich beschlossen
· Der FA stimmte dem Abschluss der neuen Konzessionsverträge mit den Sparten Gas, Strom, Fernwärme und Wasser für die nächsten 20 Jahre zu.
· Die Laufzeiten beginnen 2012 und 2013. Sie sind zu vergleichbaren Konditionen wie im vergangenen Zeitraum abgeschlossen worden.
· Die maximale Laufzeit beträgt 20 Jahre.
· Einnahmen belaufen sich auf ca. 2,7 Mill €.
3. Erschließungsvertrag Südl. Chamissowstr. – mehrheitlich beschlossen
· Einsprüche sind noch in Arbeit und könnten zur Aufhebung des Beschlusses führen.
4. 1. Änderungssatzung der Straßenausbaubeitragssatzung – mehrheitlich beschlossen
· Die Satzung wird rückwirkend zum 1.1.2008 beschlossen.
· Gibt noch Verfahren, bei denen Beiträge für diesen Zeitraum erhoben werden können.
· Nicht unumstritten dieses Verfahren.
5. Ausbau an den Gewächshäusern – einstimmig beschlossen.
· Hoffentlich ist damit dieses Problem endlich aus der Welt.
· Die Metro Group zahlt freiwillig 200.000€, die auch zur Entlastung der Anlieger beitragen werden.
6. Ökostrom für Verwaltungsgebäude – gemischtes Bild
· Vorlage der Grünen.
· Technische Umsetzbarkeit ist zu prüfen sowie eventuelle Auschreibungspflichten.
7. Mindestlohn 8.50€ bei Vergaben der Stadt
· Vorlage der Grünen - wird nochmal überprüft.
8. Konzept Veranstaltungsreihe 80. Jahre Bücherverbrennung wurde von Gerhard zurückgenommen, weil FA nicht zuständig.
9. Die Umsetzungsliste Sanierung nach Bewilligung der Programme 2012 beschlossen.
10. Wirtschaftspläne des Abwasserwerkes und des See- und Tauchsportzentrum mehrheitlich beschlossen.
· Da die Rücklagen für die greif 2015 aufgebraucht sein werden, wird durch das Amt ein Konzept zur weiteren Betreibung der Greif erarbeitet.
· Der jährliche Verlust beträgt ca. 290000€.
11. HH 2012
· Prognose Herr Wille - der Fehlbetrag aus dem Jahre 2012 könnte mit Abschluss der Jahresrechnung aufgrund der Sparmaßnahmen ausgeglichen sein.
· Misslich ist, dass die gewachsene Steuerkraft Greifswalds dazu führt, dass weniger Schlüsselzuweisungen gezahlt werden.
· Es handelt sich immerhin um 2 Mill € - ob das wohl rechtens ist???
12. HH 2013
· Ausführliche Diskussion in der Sondersitzung
· Im Ergebnishaushalt ist ein Defizit von 6,4 Mill € zu verzeichnen
· Das macht ein Verfahren zur HHS notwendig.
· Der Fehlbetrag im Finanzhaushalt bereitet Sorgen.
· Verlustausgleich Stadthalle wird in der Sondersitzung diskutiert
· Investitionen sind auf S. 73 dargestellt.
Birgit Socher –Stellv. Vorsitzende des Finanzausschuss
Bericht aus dem Finanzausschuss vom 8.10.12
Schwerpunktthemen aus meiner Sicht:
1. Stand Projekt Stadthaus
· Es liegen keine Bugetüberschreitungen vor
· Kosten liegen im Moment 98 000 € unter den prognostizierten Kosten
· Es sind 67% der gesamten Bauleistungen ausgeschrieben bzw. beauftragt
2. Stand Kollwitzschule
· Es wurden alle Bauphasen mit Hilfe eines Zertifizierers auf nachhaltiges Bauen berechnet
· Die Kollwitzschule würde nach dem Umbau ein Referenzobjekt für nachhaltiges Bauen sein und mit Silber dekoriert sein – damit aber auch ca. 10 000 000 € kosten
· Der Finanzausschuss stimmte nach intensiver Diskussion mehrheitlich zu
3. B- Plan Hafen – Ladebow
· Der aktuelle Beschluss der Bürgerschaft sieht eine Entwicklung als Industrie – und Gewerbehafen vor
· Gutachter sehen eine Nische des Hafens im Umschlag von Gefahrengütern und Schuttgütern
· Der B- Plan steckt die Rahmenbedingungen für das Bauen in diesem Gebiet ab
· In der Auslegungsphase können Anwohner und Körperschaften ihre Bedenken darstellen, die dann von der Verwaltung und der Bürgerschaft ab gewägt werden
· Obwohl diese Ausrichtung des Hafens nicht der Intention der Fraktion entspricht ist die Aufstellung des B- Planverfahrens wichtig.
· Alle weiteren Infrastrukturmaßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Hafen in Ladebow stehen, sollten mit der Bevölkerung diskutiert werden
· Insbesondere die Bahnverbindung zwischen Hafen und Bahnhof und die zu transportierenden Gefahrengüter
4. Information zur Eröffnungsbilanz durch Herrn Dreisenrot
· Durch den Finanzausschuss wurde mehrheitlich ein Beschluss zum Umlaufvermögen gefasst
5. Informationen der Verwaltung
· Ausgabe der Eckdaten für den HH 2013
· Prioritätenliste 2013
· Beschluss zum HH ist für die Dezembersitzung geplant
· Am 28.11.12 gibt es eine Sondersitzung zum HH vom FA
Birgit Socher
Stellv. Finanzausschussvorsitzende
Pressemitteilung: Greifswalder Linksfraktion zu Gast beim Vorstand des Seniorenbeirats
Der Fraktionsvorstand der Greifswalder Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. nahm an einer Sitzung des Vorstands des Seniorenbeirats der Universitäts- und Hansestadt Greifswald teil. Die Politik der Stadt muss mit zunehmender Bedeutung auf die Bedürfnisse der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger eingehen. Das geht aber nur im Dialog mit den Gremien der Senioren, wie dem Seniorenbeirat. Die Linksfraktion besuchte daher am 10. Oktober eine Sitzung der Seniorenvertretung.
Der demographische Wandel gestaltet in vielen Bereichen die Politik, doch eine weitsichtige Politik sollte selber gestalten und rechtzeitig Weichen für das Alt werden in unserer Stadt stellen. Die Greifswalder Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. suchte auch aus diesen Gründen am 10. Oktober das Gespräch mit dem Vorstand des Seniorenbeirats. Dieser zeigte sich über die Teilnahme des Fraktionsvorstands erfreut und trug nach der Begrüßung seine Sicht auf die aktuelle Politik der Stadt vor. Man wünscht sich eine bessere Einbindung beim Fassen von Beschlussvorlagen, wenn die Vorlage Belange der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger betrifft. Das geschieht momentan jedoch nur vereinzelt. Der Beirat darf nicht zum reinen Alibi für Politikerinnen und Politiker degradiert werden. Auch die jährlichen Berichte des Seniorenbeirats sollten mehr Beachtung in der Bürgerschaft finden.
Danach wurden alltägliche Probleme angesprochen. Besonders wichtige Themen sind für den Seniorenbeirat die angespannte Personalsituation im sozialen Bereich, das Einrichten eines Pflegestützpunkts in Greifswald, Mieten, fehlende Begegnungsstätten und der öffentliche Nahverkehr. Alles Themen die besonders für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt wichtig sind. Auch berichtet der Seniorenbeirat, dass immer mehr Senioren mit geringen Renten auskommen müssen. Dem gegenüber stehen steigende Mieten und Lebenshaltungskosten, ein Problem welches zusehends in Greifswald um sich greift. Darüber hinaus sind fehlende Begegnungsstätten für viele Senioren ein dringendes Thema, dass durch das Schaffen neuer oder dem Ausbau von bestehenden Kapazitäten gelöst werden sollte. Allgemein schildert der Seniorenbeirat den Eindruck, dass aufgrund von Kompetenz- Streitigkeiten zwischen Stadt und Kreis viele Probleme ausgesessen werden.
Der Fraktionsvorstand verließ die Sitzung mit einigen Anregungen und neuen Eindrücken. Es ist klar, dass noch einiges in Greifswald anzupacken ist, damit der demographische Wandel für unsere Senioren sozial gerecht, würdevoll und zukunftssicher gestaltet werden kann. „Die Fraktion DIE LINKE. in der Greifswalder Bürgerschaft hat großen Respekt vor dem Engagement der Mitglieder des Seniorenbeirates. Deshalb werden wir alles tun, um sein Gewicht in der städtischen Politik noch weiter auszubauen“, erklärte der Vorsitzende der Fraktion Gerhard Bartels nach der Beratung.
Kommentierter Bericht zur 27. Sitzung der Bürgerschaft
Liebe Leser,
Leider verlief die Diskussion zur Zukunft der Stadt mit oder ohne BauBeCon hinter verschlossenen Türen.
Die Damen und Herren der CDU kann ich nicht verstehen. Sie möchten unbedingt weiter mit BauBeCon arbeiten. Jeder von diesen Damen und Herren würde jeden Geschäftsführer sofort entlassen, der ihnen nicht nachweisen WILL, wofür er das Geld ausgegeben hat. Bei der BauBeCon steht so immerhin das kleine Sümmchen von nahezu 900.000 € im Raum, wofür die BauBeCon seit Monaten keinen Nachweis erbringen will. Vertrauensvolles Zusammenarbeiten und vertrauensvolles Verwalten von Millionen geht anders.
Das Abstimmungsergebnis war dann eindeutig in Richtung Bruch mit BauBeCon und künftig weiter mit einem neuen Dienstleister. So eindeutig das Ergebnis, so gering der Jubel - es gab nämlich gar keinen Jubel. Denn diese Entscheidung ist wirklich keine Karte "Gehen Sie über Los". Die Folgen werden uns noch sehr beschäftigen.
Was gab es darüber hinaus? Zur Vorbereitung der Sitzung waren Unterlagen im Umfang von lediglich mehr als 1 000 Seiten zu bwältigen. Ein Schelm, der glaubt, dass auch wirklich alles gelesen wurde. Doch es waren wirklich wertvolle Dokumente dabei, z.B. der Bericht zum Ausmaß des Bauzustandes der städtischen Gebäude. Darin wird eingeschätzt, dass die Stadt einen Rückstau bei der Sanierung ihrer Gebäude von über 60 Mio. EURO hat. Die Schere wird Jahr für Jahr noch größer werden, weil die Stadt nicht einmal die Mindestsumme pro Jahr zum Erhalt der Gebäude aufbringen kann. Mehr als 3 Mio. EURO wären laut diesem Bericht jährlich aufzubringen, aber 2 Mio. EURO schaffen wir nur. Strassen sind da gar nicht berücksichtigt. Ein großes Problem ist hier die Fischer-Schule. Da muss etwas passieren. Hier werden sich Verwaltung und Bürgerschaft künftig zusammen setzen müssen, um neue Lösungswege zu finden.
Es gab noch so einen Wälzer, den sogenannten Subventionsbericht. Zu Beginn der Sitzung machten die Aktiven vom Klex darauf aufmerksam, dass z.T. einige Werte im Bericht nicht voll nachzuvollziehen sind. Das ist normal. Das ist erstmal nicht das Hauptproblem. Jetzt haben wir eine Übersicht zur Sicht der Verwaltung. Die Summe von mehr als 10 Mio. EURO klingt gewalting und ist auch gewaltig. Das Gros dieser Summe geht ins Theater. Was fehlt nun zum weiteren Arbeiten? Was bewirken diese Summe und was ist noch offen? Das klingt sehr pekuniär. Ist aber gar nicht so gemeint. Gemeint ist der Beitrag, der z.B. durch die Vereine damit erbracht werden kann. Dieser Beitrag ist im Bericht nicht ersichtlich. Es muss uns richtig bewusst werden, wofür es zu kämpfen gilt.
Und noch eine Erkenntnis ergibt sich aus beiden Berichten. Wir müssen die Stadt leistungsfähiger bekommen. Das wäre ein komplett weiteres Paket.
Dann gab es noch etwas wirklich nur auf einer Seite. Ein Ordnungsgeld ist zu verhängen - gegen den Bürgerschaftspräsidenten. ...
Treffen der Fraktion mit Vertreterinnen und Vertretern aus den OTVs am 06.08.2012
Am 06. August 2012 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. und aus den Ortsteilvertretungen zur einer gemeinsamen Besprechung. Insgesamt neun Vertreter aus den Ortsteilvertretungen Friedrichshagen, Innenstadt, Ostseeviertel, Schönwalde I/ Südstadt, Schönwalde II und Wieck-Ladebow folgten der Einladung in die Klosterschenke. Für die Fraktion waren Dr. Gerhard Bartels (Fraktionsvorsitzender), Ursula Behrendt, Dr. Jörn Kasbohm, Edda Krille und Peter Multhauf anwesend, teilweise auch in doppelter Funktion. Dr. Gerhard Bartels beginnt das Treffen indem er die Wichtigkeit der Ortsteilvertretungen unterstreicht. Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Allgemeine Punkte: Die Kommunikation zwischen Fraktion und den Vertreterinnen und Vertreter aus den OTVs muss ausgebaut werden. Die neue Internetpräsenz wird den OTV Vertreterinnen und Vertretern vorgestellt, außerdem werden Terminlisten der Fraktion verteilt. Es wird gewünscht, dass der Oberbürgermeister in seiner Amtszeit zu mindest jeweils einer Sitzung der einzelnen OTVs beiwohnt.
OTV Friedrichshagen: Die OTV ist gut in die Gemeinde verwurzelt. Probleme gibt es beim Straßenbau, die Beteiligungen an den Kosten sind zu hoch. Auch sollte das Einführen von Straßenschildern erwogen werden. Fortschritte gibt es beim Internet, der mangelnde Anschluss ans Internet ist inzwischen größtenteils behoben, auch dank der Hilfe des Landes und der EU.
OTV Wieck-Ladebow: Es wird betont, dass brachliegender Raum für den Hafen Ladebow Gift ist. Lösungen von vermögenden Einzelpersonen wie von Firmen werden gleichermaßen kritisch gesehen. Auch die Parksituation, bzw. das Parkverhalten Einzelner wird als großes Problem gesehen, Falschparken wird nicht geahndet und ufert deswegen aus. Der Ruf nach Kontrollen wird vor Ort lauter. Die Straßen sind teilweise in einem schlechten Zustand. Man wünscht sich außerdem ein beständiges Konzept für den Hafen, dazu werden eine mögliche Kooperation mit Stralsund und der 24 Stunden Betrieb diskutiert.
OTV Schönwalde I/ Südstadt: Gerade ältere Bürger vermissen Sitzgelegenheiten. Auch ein Ortsteiltreff sollte weiter im Gespräch bleiben. In diesem Zusammenhang wird auch ein Sozialarbeiter für den Ortsteil dringend gewünscht. Auch weitere Grüne Pfeile sollten in Erwägung gezogen werden. Es wird auch hinterfragt warum einerseits die WVG mehr Geld an die Stadt zahlt, aber andererseits die Mieten anziehen sollen.
Zum Schluss ist man sich einig, dass solche Treffen wichtig sind. Das nächste Treffen soll Ende dieses Jahres stattfinden.
Bericht aus der Bürgerschaftssitzung vom 15.05.2012
Zu Top 3) Fragen Vorschläge und Anregungen der Bürger
- Mitglieder des NABU baten um die Unterstützung der Stadt bei ihren Müllsammelaktionen, durch die kostenlose Bereitstellung von Containern – der OB sagte Hilfe zu
- Der Vorsitzende des ASTA plädierte in seinem Redebeitrag für den Erhalt der Idee der Diagonalquerung, er sicherte die Unterstützung der studentischen Gremien zu und forderte Egbert und Robert Liskow auf gegen die Streichung zu stimmen
- Der Präsident erhält das „ Goldene Lenkrad“ für die Unterstützung der Autofahrer und wird gebeten sich auch für die Fahrradfahrer stark zu machen
Zu Top 4) Fragen der Fraktionen
- der OB beantwortet 11 schriftlich gestellte Fragen der SPD zur Umsetzung des Containers auf dem Mark – Peter Multhauf bemerkt, dass es den Eulenspiegel noch gibt und das ein guter Beitrag für ihn wäre
zu Top 5) Diskussion von Beschlussvorlagen
- auf Antrag der FDP kommt es zu Umbesetzungen in Ausschüssen – die BS stimmt zu
- die Leitlinien zum nachhaltigen Bauen werden nach kurzer Diskussion beschlossen
- Streichung der Diagonalquerung aus dem Radverkehrsplan wird mit 18 zu 17 Stimmen abgelehnt
- Die Fraktion DIE LINKE hat geschlossen gegen die Streichung in namentlicher Abstimmung votiert
- Ich kann nicht nachvollziehen, warum dieser Beschluss ständig immer wieder hervorgeholt wird, wir haben wirklich andere Probleme zu lösen
- Die nächsten HH –Debatten werden zeigen ob die Maßnahme finanzierbar sein wird.
- Auf Antrag der Bürgerliste wurden zwei Prüfanträge zur Bettelschaltung und Verbreiterung der Übergänge an der Europakreuzung beschlossen
- Auf Antrag der Grünen wurden zwei neue wesentliche Produkte für den HH beschlossen
- Weiter wurde beschlossen Rahmenbedingungen für eine Ehrenamtskarte und weitere andere Möglichkeiten der Ehrungen durch die Verwaltung zu prüfen
- In zahlreichen Bundesländern gibt es eine Ehrenamtskarte in Verantwortung der Länder
- Trotz kritischer Anmerkungen der LINKEN zum Kriterienkatalog wie:
- Fehlende Systematik
- Unausgewogenheit zwischen den Kriterien Ökologie, Denkmalschutz und soziale Kriterien
- Wurde der Antrag zum Verweis in die OTV Innenstadt und Ausschüsse abgelehnt und der Kriterienkatalog zum Bauen im Sanierungsgebiet mehrheitlich durch die BS beschlossen!
- Der Beschluss zum B-Plan 62 wurde mehrheitlich gefasst.
- Die Beschlussvorlage der Fraktion DIE LINKE zur Rückholung des ÖPNVs wurde in die Ausschüsse verwiesen.
Birgit Socher
Fraktionsstammtisch 04.05.2012
Die Fraktion hatte eingeladen…
…und viele fanden den Weg zum Fraktionsstammtisch, am 04.05.2012. Die Resonanz war gut, aber es besteht allerdings noch Luft nach oben. Der Fraktionsvorsitzende Dr. Gerhard begrüßte alle Gäste und sprach einige Worte zu den aktuellen Themen, welche die Fraktion besonders beschäftigen. Danach folgte bei Kaffee und Kuchen eine lebhafte Diskussion. Besonders das Thema der Begegnungsstätten, beziehungsweise das Fehlen solcher Stätten, wurde besonders von den Gästen der Fraktion zur Sprache gebracht. Die Fraktion hörte sich die Kritik, die Anregungen und die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger aufmerksam an, um dann im Gespräch die aktuelle Politik und mögliche Lösungen zu diskutieren.
Neben der Forderung nach einer besseren Verfügbarkeit von Begegnungsstätten, wurden auch die Prioritäten im Straßenbau hinterfragt. Es wurde beklagt, dass an einigen Stellen der Zustand der Straßen sehr zu wünschen übrig lässt. Viele Gäste wünschten auch eine Weiterverfolgung des Projekts zur Schaffung eines Stadtteiltreffen in Schönwalde I. Darüber hinaus wurde die Frage laut, wie es mit der Finanzierung von Vereinen und Projekten in unserer Stadt nach 2013 weitergehen wird.
Man ist sich sehr unsicher inwiefern der Kreis seine neue Verantwortung in Greifswald gerecht werden kann, ohne dabei das bisherige Niveau der Förderung zurückzufahren. Dabei ist die Sorge groß, dass durch die Unsicherheit, viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im sozialen Bereich, sich nach anderen Projekten umsehen und Greifswald verlassen könnten. Außerdem war jedem in der Runde klar, ist ein Projekt erst mal eingestellt, ist es auch auf Dauer verloren.
Am Ende des Treffens war klar, dass solche Gesprächsrunden mit den Bürgerinnen und Bürgern wichtig sind und weiter gepflegt werden müssen. Die Fraktion nahm einiges an Anregungen mit. Der nächste Stammtisch ist schon fest eingeplant, nur das Datum muss noch genau festgelegt werden. Allerdings ist der September dafür schon angepeilt.
1. Mai in Greifswald
Auf der Veranstaltung der Partei Die Linke zum 01. Mai sprach Marion Heinrich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Greifswalder Linksfraktion, über den 01. Mai, über die Geschichte dieses Tages und über die Politik heute.
„Der 1. Mai, heute wird gern einfach nur als Tag der Arbeit bzw. Maifeiertag bezeichnet, ist in Wirklichkeit jedoch, wie die Meisten von uns wissen, seit 1889 der Kampftag der Arbeiterbewegung, beschlossen auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen zum Gedenken an die Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei, nach einer Versammlung und einem nachfolgenden mehrtägiger Streik in Chicago für bessere Löhne.
Gern wird heute so getan, als wäre der 1. Mai einfach nur ein Geschenk des Staates – zum Nachteil der Arbeitgeber und Vorteil des Arbeitnehmens.
Sorry, schon wieder so eine vermeintlich unverfängliche Verdrehung der Inhalte durch kreative Einsatz der deutschen Sprache, denn wer hier etwas nimmt + wer der Gebende ist, dass ist doch wohl andersherum.
Ist der 1. Mai wirklich nur noch einen zusätzlicher Tag für einen gemeinsamen Familienausflug? Sind alle Kämpfe erfolgreich beendet und gibt es keine Gründe mehr, für mehr Gerechtigkeit auf die Strasse zu gehen? Ich spreche hier für die Linksfraktion in der Greifswalder Bürgerschaft und aus diesem Blickwinkel kann ich die Frage klar mit NEIN beantworten.
Die Sozialanalyse für Greifswald, übrigens angeschoben von unserer Fraktion, gibt Auskunft über die soziale Situation in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, beobachtet und analysiert die großen Unterschiede zwischen den Sozialräumen. Schönwalde 2, gefolgt von Schönwalde 1 sind die Sozialräume mit den größten sozialen Problemen. Peter Multhauf wird es nicht müde, auf die vielschichtigen Probleme in seinem Stadtteil, wie er immer so schön sagt, hinzuweisen. Es geht aber nicht nur allgemein um Stadtteilprobleme wie z.B. Straßen, Wege, Plätze, Freizeit- und Jugendangebote, sondern auch und besonders ganz konkret um die dort lebenden Bürger. Mitbürger beispielsweise, die im günstigsten Fall im Niedriglohnsektor beschäftigt sind, vielleicht sogar seit Jahre Hatz IV beziehen oder einfach nur mit einer Rente am Existenzminimum über die Runden kommen müssen. Kinder, die unter solchen Bedingungen groß werden, haben es nachweislich schwerer – selbst wenn sich ihre Eltern die größte Mühe geben.
Als nächsten Schritt werden wir deshalb eine Bildungsanalyse anschieben.
Nach der Kreisgebietsreform sind etliche Verantwortlichkeiten von der Stadt auf den Kreis übergegangen. In Konsequenz dieser Neustrukturierung gibt es inzwischen einen Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Jugend. Das hört sich erst einmal gar nicht so schlimm an, aber früher gab es einen Jugendhilfeausschuss und den Sozialausschuss, ganz früher sogar einen Gesundheitsausschuss. Ab 2013 liegen Art und Höhe der finanziellen Unterstützung für frei Träger im Jungend- und Sozialbereich nicht mehr in der Entscheidungshoheit der Bürgerschaft. Unsere Aufgabe wird es sein, trotz defizitärer Haushalte, dass Wegbrechen von gewachsenen Strukturen zu verhindern. Das kann nur in Gemeinsamkeit mit unserer Kreistagsfraktion gelingen.
Noch einen völlig anderen Aspekt möchte ich erwähnen. Auch wenn vermeintlich die CDU und die FDP immer den Ruf von Wirtschaftskompetenz für sich reklamiert, sind wir als Fraktion Die Linke immer sehr bemüht, auch hier Impulse zu setzen. Die wirtschaftliche Stärke der Region ist eine ganz entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung sozialer Projekte, für mehr soziale Gerechtigkeit.
Ich sollte ein kurzes Statement zur Arbeit der Linksfraktion in der Greifswalder Bürgerschaft abgeben, konnte also nur wenige Themenbereiche raus greifen, so dass andere interessante Aspekte, denen wir uns ebenfalls widmen, wie z.B. Kultur und Transparenz des Verwaltungshandelns, Stichwort Postgebäude, unbeleuchtet bleiben müssen. Alle, die mehr über unsere Arbeit wissen wollen, lade ich gleich mal zu unserem nächsten Fraktionsstammtisch am kommenden Freitag in die Schönwalder Schwalbe ein.
Gestatten Sie mir noch einen letzten Gedanken zur Arbeit in der Bürgerschaft. Sie ist, bei allen Problemen, seit den letzten Wahlen interessanter und konstruktiver geworden. Warum? Weil es keine fest zementierten Mehrheitsverhältnisse gibt. In den letzten Legislaturperioden hat es die CDU-Fraktion immer wieder geschafft, mit Koalitionsverträgen Beschlussfassungen zu formalen Akten verkommen zu lassen. Jetzt, wo wechselnde Mehrheiten über Wohl und Weh einer Idee entscheiden, gibt es mehr und konstruktivere Auseinandersetzungen, haben Inhalte eine größere Chance gegen vorgefasste Meinungen.
Ich danke allen die gekommen sind und wünsche mir, dass jeder im nächsten Jahr noch jemanden aus seinem Umfeld mitbringt, damit der 1. Mai nicht in der allgemeinen Politikverdrossenheit zum Ausflugstag degradiert wird.
Unser Kampf für soziale Gerechtigkeit erfordert in der heutigen Zeit zwingend auch den Kampf gegen Gleichgültigkeit und Resignation.
Danke!"
Einladung zum Fraktionsstammtisch am 04.05.2012
Die Fraktion lädt wieder zum Stammtisch ein
Die Linksfraktion in der Bürgerschaft Greifswald möchte gerne wieder im Rahmen eines Fraktionsstammtisches ins Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald kommen und lädt alle Interessierte dazu ganz herzlich ein, am
Freitag, den 04. Mai 2012, ab 16:00 Uhr,
in den Stadtteiltreff in der Schwalbe, Maxim-Gorki-Str. 1,
(Eingang vom E. Thälmann Ring).
Dabei soll in einer lockeren Gesprächsrunde nachgefragt, diskutiert und informiert werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele den Weg zum Stammtisch finden würden und wir eine konstruktive und anregende Diskussion führen können.
Bericht aus dem Finanzausschuss vom 23.04.2012
Bericht aus dem Finanzausschuss vom 23.04.2012
1. Stand Stadthaus
- Nach der Abstimmung mit der Denkmalpflege könnten die Arbeiten in 2 Wochen beginnen
- Die Kosten liegen im vorgegebenen Rahmen
2. Leitlinien zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauen
- Die Verwaltung stellt sich das Ziel zukünftig besser zu planen und zu bauen
- Mit Unterstützung der ARCADIS einem Zertifizierer für nachhaltiges Bauen wurden Leitlinien erarbeitet
- Dabei werden 3 Säulen betrachtet Ökologie – Ökonomie – sozio/ kulturell = Lebenszyklus eines Gebäudes vom Rohstoff bis zur Entsorgung
- Der größte Einfluss besteht bereits bei der Planung – zukünftig sollen bei Vorhaben mehrere Varianten des Bauens vorgelegt werden, die hochgerechnet auf 50 Jahre die Gesamtkosten betrachten
- Erfahrungen aus Referenzobjekten belegen, dass bei der Nutzung über 50 Jahre 20% der Kosten die Investition ausmachen und 80% der Kosten die Betriebskosten
- Das Bauen mit der Gesamtbetrachtung des Lebenszyklus eines Gebäudes verteuert die Baumaßnahme um 4% bis max. 20%
- Bereits bei der Kollwitz- Schule soll die Gesamtbetrachtung angewandt werden
- Zur Begleitung wird ab den HH 2013 eine Stelle aus der Bauverwaltung umgewidmet, die bis zu 80% über 3Jahre gefördert werden kann
- Yvonne Görs (Mitglied OTV Innenstadt) kritisiert, dass die Vorlage nicht in der zuständigen OTV beraten wurde
- Der Finanzausschuss hat mehrheitlich zugestimmt
3. Streichung Diagonalquerung
- Mit 7 dagegen und 5 dafür abgelehnt
4. Kriterienkatalog für den Verkauf städtischer Gebäude im Sanierungsgebiet
- Kritikpunkt unserer Fraktion war die Wichtung der Schwerpunkte, wobei Ökologische Aspekte zu kurz betrachtet werden( siehe Leitlinie)
- Punkte der Denkmalpflege finden eine sehr stake Betrachtung- sollte systematischer dargestellt werden
- Die sozialen Kriterien waren ok
- Mehrheitliche Zustimmung aus den FA
5. Bettelschaltung wurde nicht diskutiert, da bereits ein BS Beschluss existiert
6. Prüfauftrag Verbreiterung Übergänge Europakreuzung mehrheitliche Zustimmung
7. Ehrenamtskarte und Vorschlag der FDP zum Kus sollen zusammengeführt werden
- Ehrenamtskarte muss nicht zwangsläufig HH wirksam sein, der KUS ist es aber
- Macht es Sinn, beides zusammen zu führen?
- Mehrheitliche Zustimmung für einen Prüfauftrag
8. Öffentliche Grünanlagen als wesentliches Produkt wurde mehrheitlich zugestimmt
9. Ordnungsamt als wesentliches Produkt wurde abgelehnt
10. Abschluss Erschließungsvertrag B- Plan 52 wurde mehrheitlich zugestimmt
11. Verkauf des Grundstückes an die Montessori – Schule mehrheitliche Zustimmung
Birgit Socher
Kommentierter Bericht von der 24. Sitzung der Bürgerschaft (02.04.2012)
Eingangs heute mal ein paar interne Bemerkungen zur Fraktion. Es haben sich einige Veränderungen ergeben. Dr. Harald Stegemann hat letztens schon das Mandat von Mignon übernommen und nun ist Marian Kummerow vom sachkundigen Bürger zum Mitglied der Bürgerrschaft aufgestiegen. Alexa Worms ist nach Dresden gezogen. Beiden vielen Dank. Zumindest Mignon ist zwar jetzt nicht da, aber ja weiterhin mit uns verbunden. Auch beruflich hat sich bei Marian einiges entwickelt. Er trat die Nachfolge von Rudi im Kinder- und Ferienlagerverein an. Rudi erlebt nun verdientermassen die schönen und nicht so schönen Seiten des Rentnerdaseins. Rudi, hab Dank und Müssiggang wird bestimmt nicht bei Dir aufkommen. Damit muss die Fraktion einen neuen Geschäftsführer finden. Er fand sich und will sich kurz vorstellen:
“Ich möchte mich kurz vorstellen, Steffen Braun mein Name, Jahrgang 1987. In Schwerin geboren, bin ich nahe Hagenow aufgewachsen und bin 2009 als Student nach Greifswald gekommen. Als solcher fühl ich mich hier in Greifswald sehr wohl und freue mich auf die neue Aufgabe. Erreichen kann man mich in der Sprechzeit jeden Mittwoch von 14:00 bis 18:00 Uhr., ob man in die Geschäftsstelle Lange Straße 13 kommt oder sich über die Nummer 0384 594629 telefonisch bei mir meldet. Über die Adresse linksfraktion-greifswald@web.de oder steffenbraun@web.de kann man mir Emails zukommen lassen.”
Was gab es nun an Themen?
Ein Schwerpunkt heute war eine Informationsvorlage zur Erweiterung des Biotechnikums und der Plasmaphysik in der Rathenowstrasse. Ein Mammutvorhaben. Wir sind uns in der Fraktion nicht einig, wie das bewerten sollen. Und zwar, ob die Risiken höher sind als die zu erwartenden neuen Arbeitsplätze. Denn Greifswald hat viele Investitionsvorhaben am Laufen (Technisches Rathaus, Kollwitz-Schule, Stadtarchiv usw.).
Ein anderer Schwerpunkt war die sogenannte Rückholung der Gymnasien und der integrierten Gesamtschule zurück in die Verantwortung der Stadt. Wir hoffen, dass wir die sachliche Ausstattung der Gymnasien so vielleicht doch besser sichern können, als der Landkreis mit seinem riesigen Schuldenberg. Was war denn der Streitpunkt? Der Landkreis sollte dabei auch die zusätzlichen Landesmittel für diese Schulen nicht mit rüber reichen. Das scheint nun anders. Verhandlungen? Bislang wurden nur zwei Schriftstücke ausgetauscht und groß in der Öffentlichkeit verbreitet. Also sollten die Verantwortlichen sich erst mal vernünftig hinsetzen. Wir stehen in der Verantwortung unserer Schüler, mit kurzen Entscheidungswegen günstige Entwicklungen zu ermöglichen. Ja, es wird im Haushalt am Ende die Quadratur des Kreises werden. Denn durch die Kreisgebietsreform ist Greifswald richtig schwächer geworden.
Die CDU hat Sorgen, dass dann die Grundschulen zu kurz kommen werden. Peter Multhauf meint dazu: "Der Kreis kann bei all seinen Problemen dies noch schlechter erfüllen, als die nun kreisangehörige Stadt Greifswald." Auch der Verantwortliche des Landkreises kam zu Wort. An dieser Sachlichkeit können sich einige Greifswalder gleich mehrere Scheiben abschneiden. Danke, dies war sehr hilfreich für die weitere Entscheidung: Schulen zurück in die Stadt.
Soweit für heute.
Bürgerschaftssitzung 20.02.2012
Am Montag fand die erste Bürgerschaftssitzung im neuen Jahr statt. Das wichtigste Thema war der neue doppische Haushalt.
Dr. Jörn Kasbom kommentiert die Sitzung hier.
Besuch im Dom
25.11.2011
Auf Einladung des Pfarrers der Domgemeinde weilte die Fraktion zu einem Besuch im Dom. Anlass war die Fertigstellung der geistlichen Bibliothek. Neben vielen anderen Förderern hatte auch die Bürgerschaft Mittel bereitgestellt.
Unterstützung der Volksinitiative " Für den Erhalt der Theater- und Orchesterstrukturen in Mecklenburg - Vorpommern" in Greifswald
23.11.2011
Gemeinsam mit den Landtagabgeordneten der Fration DIE LINKE Torsten Koplin, Hikmat Al-Sabti und Mignon Schwenke sammelten Greifswalder LINKE in knapp drei Stunden mehr als 350 Unterschrften. In vielen Gesprächen brachten Greifswalder Bürger und Gäste der Stadt zum Ausdruck, dass sie die Volksinitiative unterstützen.
Bilanz der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE nach 2 Jahren
09.10.2011
In der ersten Sitzung nach der Sommerpause zog die Bürgerschaftsfraktion Bilanz nach 2 Jahren Arbeit.
Hier der Bericht:
Personalpolitik am Theater Vorpommern
Es ist schon erschütternd, da glaubt man nach Monaten des Ringens um das Theater Vorpommern, nach kontroversen Diskussionen und nach heftigem Streit in der Bürgerschaft mit dem neuen Intendanten ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu sehen und nun Das. Ist es tatsächlich normal, dass ein neuer Intendant fast ein komplettes Ensemble mitbringt und deshalb die Greifswalder Schauspieler gehen müssen? Sie seien nicht gekündigt worden, sondern bekämen nur nicht ihre Verträge verlängert. Wir wissen ja, wie es insgesamt um die Theaterszene bestellt ist. Wo sind die Theater, die die Greifswalder Schauspieler mit offenen Armen empfangen? Es mag ja für Herrn Dembski und Herrn Steffen ein Ruhekissen sein, dass befristete Vertäge nun mal auslaufen. Ich halte den ganzen Vorgang für einen Skandal.
Nachlese zur Bürgerschaftssitzung am 22.08.2011
Zwei von der Fraktion DIE LINKE eigereichte Beschlussvorlagen wurden in der Bürgerschaft kontrovers diskutiert. Die Vorlage zur Mieterbefragung wurde mit leichten Änderungen angenommen. Der Prüfauftrag zur Mietpolitik wurde mit 20 zu 16 Stimmen abgelehnt. Die SPD hat in der Diskussion noch zwei Änderungen eingebracht. Was wurde mehrheitlich durch CDU, FDP und Bürgerliste abgelehnt zu prüfen?
- Moratorium für Mieterhöhungen bei unsaniertem Bestand
- Verzicht auf Mieterhöhungen für die Jahre 2012/2013
- Erarbeitung einer Sozialcharta
- zusätzlicher Bau von kleinen Wohnungen
- Entwicklung von Elementen des sozialen Wohnungsbaus
- Einführung eines differenzierten Mietspiegels
- Alle Vermieter Greifswalds in die Diskussion einbeziehen
Rede von Birgit Socher zur Einbringung:
Herr Präsident, meine Damen und Herren,
nach den Beratungen in den Ausschüssen begründen wir unseren Antrag wie folgt:
Die Beschlussvorlagen sind nicht gemacht worden um die Arbeit des Geschäftsführers der WVG oder des Aufsichtsrates in irgendeiner Weise in Frage zu stellen, sondern es geht um eine Diskussion innerhalb des kommunalen Eigentümers .
Es geht vor allem um eine öffentliche Diskussion zu den Aufgaben eines kommunalen Unternehmens. Dazu erscheinen uns eine Diskussion in den bürgerschaftlichen Gremien und eine Mieterbefragung geeignete Mittel zu sein.
Daseinsvorsorge ist unseres Erachtens nicht nur die Bereitstellung eines Teiles des Wohnungsbestandes mit geringen Mieten – sondern auch die Wahrnehmung sozialer Aufgaben.
Natürlich soll ein kommunales Unternehmen wirtschaftlich arbeiten und auch Gewinne erzielen. Auch soll ein angemessener Teil des Gewinnes an den Gesellschafter abgeführt werden.
Wir wollen also den angemessenen Teil mit Ihnen diskutieren.
Nach Angaben des Mietervereins war die Situation 2010 folgende:
Der abgeführte Gewinn betrug ca. 6,4 Mio €, das bedeutet rund gerechnet, das ca. 10 000 Wohnhaushalte diese Summe aufbringen mussten – also eine Zusatzabgabe von 640 € im Jahr pro Wohnungshaushalt.
Privathauseigentümer und die Genossenschaft haben eine derartige Sonderausgabe nicht zu leisten und müssen sie auch nicht in ihrer Miete kalkulieren.
Wir fordern , dass am Gewinn alle partizipieren, die Gesellschaft, die Mieter und auch die Stadt als Eigentümer. Bisher wurden mehr als 90% der erwirtschafteten Gewinne an den Gesellschafter abgeführt.
Die WVG hat im Jahr 2010 den besten Abschluss seit ihrem Bestehen erzielt. Um auch die Mieter daran zu beteiligen halten wir ein Mietmoratorium für eine geeignete Form. Unser Vorschlag ist es, in den Jahren 2012/ 2013 auf Mietsteigerungen zu verzichten.
Die Diskussion unserer Vorlagen begann bereits im Juni in den Ausschüssen. Besonders aus dem nichtparlamentarischen Raum erfuhren wir viel Zustimmung. Deshalb würden wir gerne folgende Änderungen beantragen:
In der Vorlage Prüfauftrag zur Mietpolitik:
Wollen wir die Anstriche:
Verzicht auf Mieterhöhungen ab dem 80 Lebensjahr
Erarbeitung von Härtefallregelungen …..
In den Punkt : Erarbeitung einer Sozialcharta ersetzen.
In diesem Fall würden wir eine aktuelle Forderung des Mietervereins in unsere Vorlage aufnehmen.
Die Sozialcharta soll den Kreis der Begünstigten, z.B. Senioren, Behinderte, Alleinerziehende mit geringem Einkommen genauer bestimmen.
Im Ergebnis können wir uns vorstellen, dass z.B. Mieter ab dem 80 Lebensjahr nicht mehr mit Mieterhöhungen rechnen müssen. Das solche Dinge möglich sind zeigte ja der außergerichtliche Vergleich, der bei der OZ zur Schlagzeile führte: WVG verzichtet 7 Jahre auf Mieterhöhungen.
Weitere Ergebnisse werden die durchgeführte Prüfung zeigen.
Im Interesse von 40 % der Greifswalder Mieterschaft werbe ich um ihre Zustimmung.
Die Prüfung unserer Vorschlage könnte bis Oktober erfolgt sein, sodass dann notwendige Beschlüsse gefasst werden könnten.
Bürgerschaftssitzung am 22.08.2011
Mit einer Großen Anfrage zur Mietpolitik der WVG mbH hat die Fraktion DIE LINKE eine Diskussion zur Entwicklung und Mietplitik der größten Wohnungsgesellschaft Greifswalds angestoßen.
Große AnfrageDIE LINKE "Mietpolitik in Greifswald"
Große AnfrageAntwort des OB"Mietpolitik in Greifswald"
Auf der Bürgerschaftssitzung am 22.08.2011 werden die zwei Beschlussvorlagen die sich aus der Goßen Anfrage ergaben behandelt.
Beschlussvorlage"Mieterbefragung"
Beschlussvorlage"Mietentwicklung"
Für Hinweise und Anregungen wären wir Ihnen dankbar. Kontakt
Der Castor rollt an!
Am 16. Dezember soll der Castortransport aus Cadarache Mecklenburg-Vorpommern erreichen. Verbunden mit diesem Vorgang ist ein beispielloses Vorgehen der schwarz-gelben Tigerentenkoalition in Berlin.
Im Jahr 1991 haben sich alle demokratischen Fraktionen im Landtag Mecklenburg-Vorpommern darauf geeinigt, dass nur Müll aus den KKWs Lubmin und Rheinsberg, im Zwischenlager Nord eingelagert werden dürfen. Doch nun wird auch der Atommüll aus dem Forschungsreaktor Karlsruhe und die strahlenden Überreste des Forschungsschiffes "Otto Hahn" zu uns geschickt.
In Greifswald trafen sich, am 7. Dezember, Mitglieder der Bürgerschafts- und Landtagsfraktion zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Thema: "Interessen des Landes wahren, Atomdeal stoppen, kein de facto Endlager in Lubmin." Die Sitzung wurde gemeinsam von Dr. Gerhard Bartels und Helmut Holter geleitet.
Vor und während der Sitzung kamen die Linkspolitiker auf der Straße, mit interessierten Passanten ins Gespräch. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass die Bundesregierung ihre Politik nicht auf die Bürger, sondern auf die Lobbygruppen ausrichtet.
Im Hauptreferat stellt Prof. Wolfgang Methling die Position der Fraktionen zu dieser Thematik dar:
- Eine Laufzeitverlängerung der AKWs - bedeutet auch ein mehr an radioaktiven Abfall.
- Der Bau des Zwischenlagers Nord hat ca. 3,2 Mrd Euro gekostet, finanziert vom Steuerzahler.
- Die Betreiber der Kernkraftwerke haben hohe Renditen, wer trägt die Kosten für die noch zu bauenden Zwischenlager?
- Die Frage der Endlager muss gelöst werde.
- Es darf nicht sein, dass sich der Bund über den politischen Willen der Länder hinwegsetzen kann.
- Das Bundesatomgesetz muss verändert werden, dazu müssen die betroffenen Länder die Initiative ergreifen – direkte Aufforderung an Ministerpräsidenten Sellering.
- Es ist unehrlich, wenn die Länder mit Atomkraftwerken die Gewinne im Land behalten und die Risiken werden nach außen verlagert.
- Die Position ist klar: In MV wird nur Atommüll zwischengelagert, der auch in unserem Land/ Lubmin und in Rheinsberg produziert wurde
- Wir wollen keinen weiteren Neubau (Halle 9)
Torsten Jelinski, Kreistagsmitglied der Grünen, sprach den Wortbruch der Kanzlerin in dieser Sache an. Vertreter des Antiatombündnisses forderten ein Moratorium für ein Endlager
Zum Abschluss sprach Dietmar Bartsch MdB und machte deutlich, dass sich die Position innerhalb der Partei in den vergangenen Jahren zur Thematik Kernenergie verändert hat. „Heute sehen wir die energetische Zukunft im Bereich der regenerativen Energien.“
Er forderte alle auf an der Kundgebung am 11. Dezember in Greifswald teilzunehmen um klar zu machen: Wir wollen keinen zusätzlichen Atommüll erzeugen, wir wollen auch nicht den Müll von Anderen in unserem Land haben.
Bericht aus der Bürgerschaftssitzung
Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hat in Ihrer gestrigen Sitzung endlich nach einer 10jährigen Diskussion eine Fernwärmesatzung mehrheitlich beschlossen. Damit wurde eine der Forderungen aus dem Bürgergutachten innerhalb des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt. Getragen wurde die Entscheidung vor allem durch die Fraktionen DIE LINKE, Die Grünen, die SPD und die Bürgerliste. Besonders die sachkundigen Vertreter aus diesen Fraktionen haben den erreichten Konsens ausgehandelt. Eine der Hauptforderungen neben der Einsparung von CO2, waren die Kosten für 60% der Greifswalder Bürger die bereits heute an das Netz angeschlossen sind zukünftig bezahlbar zu halten (Ziel: 6 Cent/ kWh) und weiter fossile Brennstoffe schrittweise zu ersetzen. Die Satzung hat einen Geltungszeitraum von 5 Jahren, danach soll nochmals überprüft werden ob die gesetzten Ziele so erreicht werden können.
Es gab mächtig Zunder im Vorfeld. Herr Prof. Matschke sang das hohe Lied der FDP von den kommunalen Monopolen und die Sanitär-Innung demonstrierte vor dem Rathaus. Anschlußzwang für alle, Wettbewerbsausschluß, Ausbeutung der Greifswalder und das Ende der technischen Entwicklung wurde von diesen Seiten in die Diskussion geworfen.
Was waren dabei unsere Kriterien? Es sollten wirklich Fortschritte im kommunalen Klimaschutz ermöglicht werden. Mit der nun feststehenden Festlegung von 2/3 der Wärmeanschlüsse in ein Fernwärmegebiet werden bereits 1/3 der avisierten Einsparungen an CO2-Emissionen erreicht. Das Klimaschutzkonzept ermöglicht jede weitere Einspeisung, z.B. Biogas, in die KWK-Anlagen und führt zur Reduzierung des Erdgasbedarfs und damit zur schrittweisen Dekarbonisierung der Fernwärme. Ein erste Biogasanlage ist bei den Stadtwerken in Planung.
Als zweiter Punkt unseres Kriterienkataloges: Es sollte so wenig wie möglich Bürokratie anstehen für den Ausschluß vom Anschlußzwang. Will jemand komplett erneuerbare Energien einsetzen ist er komplett befreit. Will jemand doch eine eigene Heizungsanlage haben, die durchaus effizient, aber auf Erdgasbasis arbeitet – auch das geht bis zu einem Anschluß von 15 kW. Das ist für ein Einfamilienhaus knapp, wenn keine weiteren Dämmung gegenüber dem alten Standard eingesetzt werden. Doch mit einer verbesserten Dämmung ist dies ein weiterer Beitrag zum lokalen Klimaschutz.
Bleibt noch unser drittes Kriterium: Preistransparenz und die Preise sollen eben nicht zusätzlich den Beutel der Greifswalder belasten. Daran wäre beinahe unsere Zustimmung gescheitert. Aber wie sich zeigte, enthält jeder Fernwärmevertrag eine sogenannte Preisgleitformel. Diese Formel beschreibt z.B. den Fernwärme-Arbeitspreis in Abhängigkeit vom Rohstoff. Früher war es nur in Abhängigkeit vom Ölpreis. Nun wird ein Mix aus Öl- und Erdgaspreis eingeführt. Ergebnis: Ab Januar 2011 wird die Fernwärme in Greifswald nur leicht über den Bundesdurchschnitt liegen. 2007 lagen wir noch über dem Durchschnitt von MV und der war (und ist) bekanntlich eh schon der höchste Wert in deutschen Landen.
Was wir jetzt haben? So wie vor 120 Jahren die geordnete Müllsammlung in den Städten eingeführt wurde (allerdings ebenso über Anschlußzwang) beginnt nun das Zeitalter aktiver lokaler Klimaschutzmaßnahmen in Greifswald.
Wir werden auch von unserer Seite diesen Prozess weiter begleiten, um ggf. rechtzeitig eventuellen negativen Entwicklungen gegensteuern zu können.
Als nächstes wollen wir auf diesem Gebiet zusammen mit den Handwerkern, Konzepte zur verbesserten Strom- & Wärme-Effizienz entwickeln. Am Ende sollen für den Mieter, geringere Betriebskosten, für die Handwerker neue technische Lösungen und eben weiter reduzierte CO2-Emissionen zu Buche schlagen.
Ein weiterer wichtiger Beschluss war der Radverkehrsplan. Dieser Beschluss ist ein guter Anfang. In den Haushaltsdiskussionen der nächsten Jahre wird sich zeigen, wie ernst es die Bürgerschaft meint, wenn es darum geht, Geld für die Umsetzung in den Vermögenshaushalt einzustellen.
An Mitstreiter und Sympathisanten der Fraktion DIE LINKE in der Bürgerschaft
Die neue Wahlperiode beginnt am 31.08.09 mit den Ausschusssitzungen.
Um die Arbeit der Fraktion auf eine noch breitere Basis zu stellen wollen wir zukünftig außerparlamentarisch in Arbeitskreisen mit interessierten BürgerInnen zusammen arbeiten.
Unsere Überlegungen zielen auf 4 Arbeitskreise:
1. AK Soziale Gerechtigkeit
2. AK Stadtentwicklung/ Wirtschaftsentwicklung
3. AK Demokratie/Kreisreform
4. AK Kultur/Bildung
Ziel ist es, gemeinsam Beschlussvorlagen für die Bürgerschaft zu erarbeiten und so
die Entwicklung unserer Stadt voranzutreiben.
Jeder, der sich eine Mitarbeit vorstellen könnte, meldet sich bitte unter der
E- Mail: linksfraktion-greifswald@web.de
oder
Fraktionsgeschäftsstelle Lange Straße 13
17489 Greifswald
Telefon: 0382234 - 594628
Im Auftrag der Fraktion
Birgit Socher











