Irina Rimkus
Jahrgang 1968, Mitglied im Kreisverband Peene-Uecker-Ryck
Tätigkeit: Wahlkreismitarbeiterin
Beruf: Facharbeiterin für Textiltechnik
Welche/s Politikfeld/er bin ich in der Lage, sach- und fachkompetent zu vertreten und möchte es/sie in die Arbeit der Fraktion einbringen?
Die Lebenssituation vieler Menschen in Mecklenburg-Vorpommern verschlechtert sich zunehmend durch eine verfehlte Sozial- und Wirtschaftspolitik. Jeder 4. Einwohner lebt unterhalb der Armutsschwelle. Diesem Zustand muss und kann konsequent entgegengewirkt werden. Der Bundes- und Landesregierung fehlt es am politischen Willen, wirksame Konzepte zur Armutsbekämpfung umzusetzen. Einer guten ökonomischen Entwicklung wird damit mittel- und langfristig die Basis entzogen.
Mit meinen Ausführungen möchte ich anhand von Beispielen unmittelbar an meine haupt- und ehrenamtliche Arbeit anknüpfen.
Maßnahmen zur Armutsbekämpfung sind vielschichtig.
In der Arbeitsmarktpolitik könnte es bedeuten, ein effizienteres System der Arbeitsvermittlung einzuführen, das zielgruppenorientiert ausgerichtet ist und sich den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten auch tatsächlich anpasst. Eine größere Abstimmung auf die regionalen Bedarfslagen der Unternehmen sollte hierbei Berücksichtigung finden. Es sollte die Möglichkeit geprüft werden, den fehlenden Rechtsanspruch auf Aus- und Weiterbildung und auf Leistungen aus dem Vermittlungsbudget im SGB II neben der Initiative auf Bundesebene durch ein Landesprogramm zu kompensieren.
Im Gesundheits- und Sozialwesen könnte Armutsbekämpfung sich wiederfinden in der Schaffung spezieller und niederschwelliger Zugänge für Menschen mit Grundinformationsdefiziten oder Mobilitätseinschränkungen. Der Bedarf an ambulanter Betreuung im eigenen häuslichen Umfeld und der Ausbau von Pflegeleistungen auch unabhängig einer Pflegestufe wird an Bedeutung zunehmen. Die Möglichkeit der Erstattung einmaliger notwendiger Bedarfe oder wiederkehrender Bedarfe bei chronisch Kranken sollte geprüft werden.
Materielle Armut und damit der Verlust an gesellschaftlicher Teilhabe schwächt die Selbsthilfepotenziale enorm. Hilfe zur Selbsthilfe wird immer schwieriger. Die Langzeitfolgen sind gravierend. Um diesem Prozess entgegenzutreten, ist eine gezieltere Steuerung von Bürgerengagement notwendig (Selbsthilfegruppen, Sozialberatungen, Bürgerbeteiligungen, Befragungen, „Runde Tische“, u.a.). Qualität und Kontinuität sind Merkmale dieser Arbeit.
Armutsbetroffene müssen gefragt werden, inwieweit die Konzepte von Bund und Land auf ihre Lebenssituation wirken.
Politikfelder: Armut, SGB II, Soziales, Rechtsextremismus
In welchen Vereinen und Verbänden bin ich bisher tätig geworden bzw. pflege ich Kontakt?
- Landesarmutskonferenz Mecklenburg-Vorpommern (Sprecherin)
- Sozialberatungen seit 2005 über DIE LINKE. im Wahlkreisbüro UER und MST / in Vereinen und Einrichtungen (WKM Torsten Koplin)
- Tacheles Uecker-Randow e.V. – Verein gegen Rechtsextremismus (stellv. Vors.)
Haben Sie Fragen an mich?
irina.rimkus@die-linke-mv.de

