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Gelungener Start

Am Donnerstag, dem 5. Januar 2012, wurde die Volksinitiative "Für einen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde" gestartet. 

Mit dieser Volksinitiative wird der Landtag Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, sich gegenüber der Landesregierung dafür einzusetzen, dass Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat unverzüglich eine Initiative mit dem Ziel einleitet, einen bundesweit einheitlichen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde einzuführen. Außerdem soll der Landtag unverzüglich die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge durch das Land die Einhaltung von Tarifverträgen gewahrt, mindestens aber ein Arbeitsentgelt in Höhe von 10 Euro pro Stunde gezahlt wird. 

Entsprechend der Landesverfassung von Mecklenburg-Vorpommern benötigt eine Volksinitiative 15.000 Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohnern, damit sich der Landtag mit dieser Initiative befasst.

Die Initiatoren hoffen auf IHRE MITHILFE.

Atomkraftpläne Polens auf Augenhöhe diskutieren

Nachfolgend dokumentieren wir einen Artikel des Nordkuriers vom 14.12.2011:


Sachlich, aber kritisch, wollen die Pasewalker ihren Nachbarn nun ihre Meinung sagen. Eine Stellungnahme ohne Polemik zu den Atomkraftplänen ist gefragt.

Pasewalk.Völlig unkommentiert möchte die Stadt Pasewalk die Pläne Polens zum Bau von Atomkraftwerken nicht lassen. Während der Tagung des Hauptausschusses am Montagabend wurde die Verwaltung beauftragt, eine Stellungnahme zu erarbeiten. Denn bei der Prüfung möglicher Standorte werden auch einige in Grenznähe untersucht. Bürgermeister Rainer Dambach (parteilos) verwies darauf, dass vor wenigen Tagen der Landkreis Uckermark gegenüber der polnischen Seite Position bezogen habe. Darin wurde ziemlich scharf kritisiert, dass nicht feststeht, welche Auswirkungen Atomkraftwerke auf die Nachbarländer haben, Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen zu befürchten sind. Der Landkreis verlangt, in eine Umweltverträglichkeitsstudie einbezogen zu werden. Es werden Zweifel an der Objektivität des Standortverfahrens laut. Ganz so direkt wollen die Pasewalker nicht werden. „Die Polen sind unsere Nachbarn. Das ist ihre innere Angelegenheit. Wir sagen unsere Meinung als Freunde“, meinte Stadtpräsident Norbert Haack (CDU). „Auch wenn wir natürlich Atomkraftwerke nicht direkt vor der Haustür haben möchten.“ Eine sachliche Stellungnahme ohne Polemik forderte auch CDU-Fraktionschef Rüdiger Behrendt. Dem schloss sich auch Michael Ammon, Chef der SPD-Fraktion, an. Seiner Ansicht nach solle man auch auf Kreistagsebene darüber reden. „Es ist aber normal, dass man sich als Nachbar dazu äußert“, sagte Rainer Dambach.


Zu dieser Problematik meldetet sich erneut die Landtags- und Kreistagsabgeordnete Mignon Schwenke (Linke) zu Wort. Sie erinnerte daran, dass die Linke lange dafür gekämpft habe, aus der Atomenergiegewinnung auszusteigen. Polen habe zwar das Recht, seine Energieversorgung sicherzustellen. Aber es sei nicht nur eine Angelegenheit Polens, wenn die „Möglichkeit von atomaren Horrorszenarien an unseren Grenzen gegeben ist. Atomare Wolken machen nicht an Grenzen halt“, so Mignon Schwenke. Aber ebenso falsch und kontraproduktiv sei es, mit Empörung und Drohgebärden auf die Atomkraft-Pläne der polnischen Nachbarn zu reagieren. Polen habe zwei Probleme: einen äußerst veralteten klimaschädlichen Kohlekraftwerkspark, der dringend erneuert werden müsse. Und Polen sei ausgeschlossen von der Gasversorgung im Verbund mit Westeuropa. Nach Ansicht von Mignon Schwenke müssten jetzt zwei Wege gleichzeitig beschritten werden: Alle Gemeinden und möglichst viele Bewohner Mecklenburg-Vorpommers müssten ihre Stellungnahmen zu den politischen Plänen abgeben.


„Wir müssten auf unsere Nachbarn zugehen und ihnen eine Zusammenarbeit auf dem Energiesektor anbieten, die wirkliche Alternativen aufzeigt und auf Augenhöhe passiert“, legte die Abgeordnete ihre Meinung dar.


Quelle: Nordkurier, Angela Stegemann



Ziviler Ungehorsam ist notwendig!

Anlässlich der Kreistagssitzung am 5.12. in der Stadthalle in Greifswald haben überwiegend junge Leute der Stadt gegen  das Auftreten der NPD  im neuen Kreisparlament demonstriert. „Nazis abwählen“ stand auf ihrem Transparent. Luftballons flogen von der Empore in den Saal. Buhrufe ertönten, als Herr Andrejewski ans Mikrofon trat.

Die Linke stand und steht immer an der Seite derjenigen, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und braunen Terror wenden. Wir sind Teil dieses Protestes. Deshalb begrüße ich die Zivilcourage der überwiegend jungen Leute am gestrigen Abend des 5. Dezember. 

Es ist Tatsache, dass in Parlamenten, und dazu gehört auch der Kreistag, demokratische Spielregeln gelten, die es auch Antidemokraten, wie der NPD gestatten, sich zu Wort zu melden. Das mag uns gefallen oder nicht.  Der Ausschluss der sogenannten „Störer war“ deshalb  vorauszusehen und ist auch nicht zu kritisieren.

Zu kritisieren ist allerdings die Tatsache, dass der Kreistagspräsident offensichtlich  von offizieller Seite nicht informiert wurde, dass Aktionen gegen die NPD geplant sind.  Bernd Biedermann hatte darum kein Geheimnis gemacht.  Nur so kann ich mir das ziemliche Durcheinander um die Frage – ist die Sitzung weiter öffentlich oder nicht öffentlich – erklären. Dass der Abbruch notwendig  war, wage  ich zu bezweifeln. Bedauerlich ist, dass damit dringende Beschlüsse wieder nicht gefasst werden konnten. 

Für mich hat nicht die Demokratie verloren. Es geht darum, sie zu handhaben und auch Raum für zivilen Ungehorsam zu lassen. Ohne den wären die neuen und alten Nazis am 1. Mai 2011 durch Greifswald marschiert. Die Menschen, die am 5.12. auf der Empore der Stadthalle standen, haben das gemeinsam mit vielen Weiteren, zu denen auch ich gehörte, verhindert.

Dr. Mignon Schwenke

Kreisvorsitzende DIE LINKE. PUR




DIE LINKE unterstützt die Volksinitiative „Für den Erhalt der Theater- und Orchesterstrukturen in Mecklenburg-Vorpommern. 

Es müssen mindestens 15.000 Unterschriften zusammenkommen. Deshalb ist DIE LINKE in den Städten und Dörfern des Landes unterwegs, um ihren Beitrag zu leisten.

In Greifswald wurden am 23. November in 2,5h ca. 350 Unterstützerinnenunterschriften gesammelt.

Es kann jeder mitmachen und sich die Listen HIER runterladen. Wichtig: Die Listen müssen mit Vor- und Rückseite ausgefüllt werden.

Jeder kann in seinem Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis Unterschriften sammeln.




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