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16. Mai 2012

Zu Top 3) Fragen Vorschläge und Anregungen der Bürger
Zu Top 4) Fragen der Fraktionen
zu Top 5) Diskussion von Beschlussvorlagen
Birgit Socher
Auf der Veranstaltung der Partei Die Linke zum 01. Mai sprach Marion Heinrich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Greifswalder Linksfraktion, über den 01. Mai, über die Geschichte dieses Tages und über die Politik heute.

„Der 1. Mai, heute wird gern einfach nur als Tag der Arbeit bzw. Maifeiertag bezeichnet, ist in Wirklichkeit jedoch, wie die Meisten von uns wissen, seit 1889 der Kampftag der Arbeiterbewegung, beschlossen auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen zum Gedenken an die Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei, nach einer Versammlung und einem nachfolgenden mehrtägiger Streik in Chicago für bessere Löhne.
Gern wird heute so getan, als wäre der 1. Mai einfach nur ein Geschenk des Staates – zum Nachteil der Arbeitgeber und Vorteil des Arbeitnehmens.
Sorry, schon wieder so eine vermeintlich unverfängliche Verdrehung der Inhalte durch kreative Einsatz der deutschen Sprache, denn wer hier etwas nimmt + wer der Gebende ist, dass ist doch wohl andersherum.
Ist der 1. Mai wirklich nur noch einen zusätzlicher Tag für einen gemeinsamen Familienausflug? Sind alle Kämpfe erfolgreich beendet und gibt es keine Gründe mehr, für mehr Gerechtigkeit auf die Strasse zu gehen? Ich spreche hier für die Linksfraktion in der Greifswalder Bürgerschaft und aus diesem Blickwinkel kann ich die Frage klar mit NEIN beantworten.
Die Sozialanalyse für Greifswald, übrigens angeschoben von unserer Fraktion, gibt Auskunft über die soziale Situation in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, beobachtet und analysiert die großen Unterschiede zwischen den Sozialräumen. Schönwalde 2, gefolgt von Schönwalde 1 sind die Sozialräume mit den größten sozialen Problemen. Peter Multhauf wird es nicht müde, auf die vielschichtigen Probleme in seinem Stadtteil, wie er immer so schön sagt, hinzuweisen. Es geht aber nicht nur allgemein um Stadtteilprobleme wie z.B. Straßen, Wege, Plätze, Freizeit- und Jugendangebote, sondern auch und besonders ganz konkret um die dort lebenden Bürger. Mitbürger beispielsweise, die im günstigsten Fall im Niedriglohnsektor beschäftigt sind, vielleicht sogar seit Jahre Hatz IV beziehen oder einfach nur mit einer Rente am Existenzminimum über die Runden kommen müssen. Kinder, die unter solchen Bedingungen groß werden, haben es nachweislich schwerer – selbst wenn sich ihre Eltern die größte Mühe geben.
Als nächsten Schritt werden wir deshalb eine Bildungsanalyse anschieben.
Nach der Kreisgebietsreform sind etliche Verantwortlichkeiten von der Stadt auf den Kreis übergegangen. In Konsequenz dieser Neustrukturierung gibt es inzwischen einen Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Jugend. Das hört sich erst einmal gar nicht so schlimm an, aber früher gab es einen Jugendhilfeausschuss und den Sozialausschuss, ganz früher sogar einen Gesundheitsausschuss. Ab 2013 liegen Art und Höhe der finanziellen Unterstützung für frei Träger im Jungend- und Sozialbereich nicht mehr in der Entscheidungshoheit der Bürgerschaft. Unsere Aufgabe wird es sein, trotz defizitärer Haushalte, dass Wegbrechen von gewachsenen Strukturen zu verhindern. Das kann nur in Gemeinsamkeit mit unserer Kreistagsfraktion gelingen.
Noch einen völlig anderen Aspekt möchte ich erwähnen. Auch wenn vermeintlich die CDU und die FDP immer den Ruf von Wirtschaftskompetenz für sich reklamiert, sind wir als Fraktion Die Linke immer sehr bemüht, auch hier Impulse zu setzen. Die wirtschaftliche Stärke der Region ist eine ganz entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung sozialer Projekte, für mehr soziale Gerechtigkeit.
Ich sollte ein kurzes Statement zur Arbeit der Linksfraktion in der Greifswalder Bürgerschaft abgeben, konnte also nur wenige Themenbereiche raus greifen, so dass andere interessante Aspekte, denen wir uns ebenfalls widmen, wie z.B. Kultur und Transparenz des Verwaltungshandelns, Stichwort Postgebäude, unbeleuchtet bleiben müssen. Alle, die mehr über unsere Arbeit wissen wollen, lade ich gleich mal zu unserem nächsten Fraktionsstammtisch am kommenden Freitag in die Schönwalder Schwalbe ein.
Gestatten Sie mir noch einen letzten Gedanken zur Arbeit in der Bürgerschaft. Sie ist, bei allen Problemen, seit den letzten Wahlen interessanter und konstruktiver geworden. Warum? Weil es keine fest zementierten Mehrheitsverhältnisse gibt. In den letzten Legislaturperioden hat es die CDU-Fraktion immer wieder geschafft, mit Koalitionsverträgen Beschlussfassungen zu formalen Akten verkommen zu lassen. Jetzt, wo wechselnde Mehrheiten über Wohl und Weh einer Idee entscheiden, gibt es mehr und konstruktivere Auseinandersetzungen, haben Inhalte eine größere Chance gegen vorgefasste Meinungen.
Ich danke allen die gekommen sind und wünsche mir, dass jeder im nächsten Jahr noch jemanden aus seinem Umfeld mitbringt, damit der 1. Mai nicht in der allgemeinen Politikverdrossenheit zum Ausflugstag degradiert wird.
Unser Kampf für soziale Gerechtigkeit erfordert in der heutigen Zeit zwingend auch den Kampf gegen Gleichgültigkeit und Resignation.
Danke!"
Die Fraktion lädt wieder zum Stammtisch ein
Die Linksfraktion in der Bürgerschaft Greifswald möchte gerne wieder im Rahmen eines Fraktionsstammtisches ins Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald kommen und lädt alle Interessierte dazu ganz herzlich ein, am
Freitag, den 04. Mai 2012, ab 16:00 Uhr,
in den Stadtteiltreff in der Schwalbe, Maxim-Gorki-Str. 1,
(Eingang vom E. Thälmann Ring).
Dabei soll in einer lockeren Gesprächsrunde nachgefragt, diskutiert und informiert werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele den Weg zum Stammtisch finden würden und wir eine konstruktive und anregende Diskussion führen können.

Bericht aus dem Finanzausschuss vom 23.04.2012
1. Stand Stadthaus
2. Leitlinien zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauen
3. Streichung Diagonalquerung
4. Kriterienkatalog für den Verkauf städtischer Gebäude im Sanierungsgebiet
5. Bettelschaltung wurde nicht diskutiert, da bereits ein BS Beschluss existiert
6. Prüfauftrag Verbreiterung Übergänge Europakreuzung mehrheitliche Zustimmung
7. Ehrenamtskarte und Vorschlag der FDP zum Kus sollen zusammengeführt werden
8. Öffentliche Grünanlagen als wesentliches Produkt wurde mehrheitlich zugestimmt
9. Ordnungsamt als wesentliches Produkt wurde abgelehnt
10. Abschluss Erschließungsvertrag B- Plan 52 wurde mehrheitlich zugestimmt
11. Verkauf des Grundstückes an die Montessori – Schule mehrheitliche Zustimmung
Birgit Socher

Eingangs heute mal ein paar interne Bemerkungen zur Fraktion. Es haben sich einige Veränderungen ergeben. Dr. Harald Stegemann hat letztens schon das Mandat von Mignon übernommen und nun ist Marian Kummerow vom sachkundigen Bürger zum Mitglied der Bürgerrschaft aufgestiegen. Alexa Worms ist nach Dresden gezogen. Beiden vielen Dank. Zumindest Mignon ist zwar jetzt nicht da, aber ja weiterhin mit uns verbunden. Auch beruflich hat sich bei Marian einiges entwickelt. Er trat die Nachfolge von Rudi im Kinder- und Ferienlagerverein an. Rudi erlebt nun verdientermassen die schönen und nicht so schönen Seiten des Rentnerdaseins. Rudi, hab Dank und Müssiggang wird bestimmt nicht bei Dir aufkommen. Damit muss die Fraktion einen neuen Geschäftsführer finden. Er fand sich und will sich kurz vorstellen:
“Ich möchte mich kurz vorstellen, Steffen Braun mein Name, Jahrgang 1987. In Schwerin geboren, bin ich nahe Hagenow aufgewachsen und bin 2009 als Student nach Greifswald gekommen. Als solcher fühl ich mich hier in Greifswald sehr wohl und freue mich auf die neue Aufgabe. Erreichen kann man mich in der Sprechzeit jeden Mittwoch von 14:00 bis 18:00 Uhr., ob man in die Geschäftsstelle Lange Straße 13 kommt oder sich über die Nummer 0384 594629 telefonisch bei mir meldet. Über die Adresse linksfraktion-greifswald@web.de oder steffenbraun@web.de kann man mir Emails zukommen lassen.”
Was gab es nun an Themen?
Ein Schwerpunkt heute war eine Informationsvorlage zur Erweiterung des Biotechnikums und der Plasmaphysik in der Rathenowstrasse. Ein Mammutvorhaben. Wir sind uns in der Fraktion nicht einig, wie das bewerten sollen. Und zwar, ob die Risiken höher sind als die zu erwartenden neuen Arbeitsplätze. Denn Greifswald hat viele Investitionsvorhaben am Laufen (Technisches Rathaus, Kollwitz-Schule, Stadtarchiv usw.).
Ein anderer Schwerpunkt war die sogenannte Rückholung der Gymnasien und der integrierten Gesamtschule zurück in die Verantwortung der Stadt. Wir hoffen, dass wir die sachliche Ausstattung der Gymnasien so vielleicht doch besser sichern können, als der Landkreis mit seinem riesigen Schuldenberg. Was war denn der Streitpunkt? Der Landkreis sollte dabei auch die zusätzlichen Landesmittel für diese Schulen nicht mit rüber reichen. Das scheint nun anders. Verhandlungen? Bislang wurden nur zwei Schriftstücke ausgetauscht und groß in der Öffentlichkeit verbreitet. Also sollten die Verantwortlichen sich erst mal vernünftig hinsetzen. Wir stehen in der Verantwortung unserer Schüler, mit kurzen Entscheidungswegen günstige Entwicklungen zu ermöglichen. Ja, es wird im Haushalt am Ende die Quadratur des Kreises werden. Denn durch die Kreisgebietsreform ist Greifswald richtig schwächer geworden.
Die CDU hat Sorgen, dass dann die Grundschulen zu kurz kommen werden. Peter Multhauf meint dazu: "Der Kreis kann bei all seinen Problemen dies noch schlechter erfüllen, als die nun kreisangehörige Stadt Greifswald." Auch der Verantwortliche des Landkreises kam zu Wort. An dieser Sachlichkeit können sich einige Greifswalder gleich mehrere Scheiben abschneiden. Danke, dies war sehr hilfreich für die weitere Entscheidung: Schulen zurück in die Stadt.
Soweit für heute.

Am Montag fand die erste Bürgerschaftssitzung im neuen Jahr statt. Das wichtigste Thema war der neue doppische Haushalt.
Dr. Jörn Kasbom kommentiert die Sitzung hier.
25.11.2011
Auf Einladung des Pfarrers der Domgemeinde weilte die Fraktion zu einem Besuch im Dom. Anlass war die Fertigstellung der geistlichen Bibliothek. Neben vielen anderen Förderern hatte auch die Bürgerschaft Mittel bereitgestellt.



23.11.2011
Gemeinsam mit den Landtagabgeordneten der Fration DIE LINKE Torsten Koplin, Hikmat Al-Sabti und Mignon Schwenke sammelten Greifswalder LINKE in knapp drei Stunden mehr als 350 Unterschrften. In vielen Gesprächen brachten Greifswalder Bürger und Gäste der Stadt zum Ausdruck, dass sie die Volksinitiative unterstützen.


09.10.2011
In der ersten Sitzung nach der Sommerpause zog die Bürgerschaftsfraktion Bilanz nach 2 Jahren Arbeit.
Hier der Bericht:

Es ist schon erschütternd, da glaubt man nach Monaten des Ringens um das Theater Vorpommern, nach kontroversen Diskussionen und nach heftigem Streit in der Bürgerschaft mit dem neuen Intendanten ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu sehen und nun Das. Ist es tatsächlich normal, dass ein neuer Intendant fast ein komplettes Ensemble mitbringt und deshalb die Greifswalder Schauspieler gehen müssen? Sie seien nicht gekündigt worden, sondern bekämen nur nicht ihre Verträge verlängert. Wir wissen ja, wie es insgesamt um die Theaterszene bestellt ist. Wo sind die Theater, die die Greifswalder Schauspieler mit offenen Armen empfangen? Es mag ja für Herrn Dembski und Herrn Steffen ein Ruhekissen sein, dass befristete Vertäge nun mal auslaufen. Ich halte den ganzen Vorgang für einen Skandal.
Zwei von der Fraktion DIE LINKE eigereichte Beschlussvorlagen wurden in der Bürgerschaft kontrovers diskutiert. Die Vorlage zur Mieterbefragung wurde mit leichten Änderungen angenommen. Der Prüfauftrag zur Mietpolitik wurde mit 20 zu 16 Stimmen abgelehnt. Die SPD hat in der Diskussion noch zwei Änderungen eingebracht. Was wurde mehrheitlich durch CDU, FDP und Bürgerliste abgelehnt zu prüfen?
Rede von Birgit Socher zur Einbringung:
Herr Präsident, meine Damen und Herren,
nach den Beratungen in den Ausschüssen begründen wir unseren Antrag wie folgt:
Die Beschlussvorlagen sind nicht gemacht worden um die Arbeit des Geschäftsführers der WVG oder des Aufsichtsrates in irgendeiner Weise in Frage zu stellen, sondern es geht um eine Diskussion innerhalb des kommunalen Eigentümers .
Es geht vor allem um eine öffentliche Diskussion zu den Aufgaben eines kommunalen Unternehmens. Dazu erscheinen uns eine Diskussion in den bürgerschaftlichen Gremien und eine Mieterbefragung geeignete Mittel zu sein.
Daseinsvorsorge ist unseres Erachtens nicht nur die Bereitstellung eines Teiles des Wohnungsbestandes mit geringen Mieten – sondern auch die Wahrnehmung sozialer Aufgaben.
Natürlich soll ein kommunales Unternehmen wirtschaftlich arbeiten und auch Gewinne erzielen. Auch soll ein angemessener Teil des Gewinnes an den Gesellschafter abgeführt werden.
Wir wollen also den angemessenen Teil mit Ihnen diskutieren.
Nach Angaben des Mietervereins war die Situation 2010 folgende:
Der abgeführte Gewinn betrug ca. 6,4 Mio €, das bedeutet rund gerechnet, das ca. 10 000 Wohnhaushalte diese Summe aufbringen mussten – also eine Zusatzabgabe von 640 € im Jahr pro Wohnungshaushalt.
Privathauseigentümer und die Genossenschaft haben eine derartige Sonderausgabe nicht zu leisten und müssen sie auch nicht in ihrer Miete kalkulieren.
Wir fordern , dass am Gewinn alle partizipieren, die Gesellschaft, die Mieter und auch die Stadt als Eigentümer. Bisher wurden mehr als 90% der erwirtschafteten Gewinne an den Gesellschafter abgeführt.
Die WVG hat im Jahr 2010 den besten Abschluss seit ihrem Bestehen erzielt. Um auch die Mieter daran zu beteiligen halten wir ein Mietmoratorium für eine geeignete Form. Unser Vorschlag ist es, in den Jahren 2012/ 2013 auf Mietsteigerungen zu verzichten.
Die Diskussion unserer Vorlagen begann bereits im Juni in den Ausschüssen. Besonders aus dem nichtparlamentarischen Raum erfuhren wir viel Zustimmung. Deshalb würden wir gerne folgende Änderungen beantragen:
In der Vorlage Prüfauftrag zur Mietpolitik:
Wollen wir die Anstriche:
Verzicht auf Mieterhöhungen ab dem 80 Lebensjahr
Erarbeitung von Härtefallregelungen …..
In den Punkt : Erarbeitung einer Sozialcharta ersetzen.
In diesem Fall würden wir eine aktuelle Forderung des Mietervereins in unsere Vorlage aufnehmen.
Die Sozialcharta soll den Kreis der Begünstigten, z.B. Senioren, Behinderte, Alleinerziehende mit geringem Einkommen genauer bestimmen.
Im Ergebnis können wir uns vorstellen, dass z.B. Mieter ab dem 80 Lebensjahr nicht mehr mit Mieterhöhungen rechnen müssen. Das solche Dinge möglich sind zeigte ja der außergerichtliche Vergleich, der bei der OZ zur Schlagzeile führte: WVG verzichtet 7 Jahre auf Mieterhöhungen.
Weitere Ergebnisse werden die durchgeführte Prüfung zeigen.
Im Interesse von 40 % der Greifswalder Mieterschaft werbe ich um ihre Zustimmung.
Die Prüfung unserer Vorschlage könnte bis Oktober erfolgt sein, sodass dann notwendige Beschlüsse gefasst werden könnten.
Mit einer Großen Anfrage zur Mietpolitik der WVG mbH hat die Fraktion DIE LINKE eine Diskussion zur Entwicklung und Mietplitik der größten Wohnungsgesellschaft Greifswalds angestoßen.
Große Anfrage DIE LINKE "Mietpolitik in Greifswald"
Große Anfrage Antwort des OB "Mietpolitik in Greifswald"
Auf der Bürgerschaftssitzung am 22.08.2011 werden die zwei Beschlussvorlagen die sich aus der Goßen Anfrage ergaben behandelt.
Beschlussvorlage "Mieterbefragung"
Beschlussvorlage "Mietentwicklung"
Für Hinweise und Anregungen wären wir Ihnen dankbar. Kontakt
Am 16. Dezember soll der Castortransport aus Cadarache Mecklenburg-Vorpommern erreichen. Verbunden mit diesem Vorgang ist ein beispielloses Vorgehen der schwarz-gelben Tigerentenkoalition in Berlin.
Im Jahr 1991 haben sich alle demokratischen Fraktionen im Landtag Mecklenburg-Vorpommern darauf geeinigt, dass nur Müll aus den KKWs Lubmin und Rheinsberg, im Zwischenlager Nord eingelagert werden dürfen. Doch nun wird auch der Atommüll aus dem Forschungsreaktor Karlsruhe und die strahlenden Überreste des Forschungsschiffes "Otto Hahn" zu uns geschickt.
In Greifswald trafen sich, am 7. Dezember, Mitglieder der Bürgerschafts- und Landtagsfraktion zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Thema: "Interessen des Landes wahren, Atomdeal stoppen, kein de facto Endlager in Lubmin." Die Sitzung wurde gemeinsam von Dr. Gerhard Bartels und Helmut Holter geleitet.
Vor und während der Sitzung kamen die Linkspolitiker auf der Straße, mit interessierten Passanten ins Gespräch. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass die Bundesregierung ihre Politik nicht auf die Bürger, sondern auf die Lobbygruppen ausrichtet.
Im Hauptreferat stellt Prof. Wolfgang Methling die Position der Fraktionen zu dieser Thematik dar:
Torsten Jelinski, Kreistagsmitglied der Grünen, sprach den Wortbruch der Kanzlerin in dieser Sache an. Vertreter des Antiatombündnisses forderten ein Moratorium für ein Endlager
Zum Abschluss sprach Dietmar Bartsch MdB und machte deutlich, dass sich die Position innerhalb der Partei in den vergangenen Jahren zur Thematik Kernenergie verändert hat. „Heute sehen wir die energetische Zukunft im Bereich der regenerativen Energien.“
Er forderte alle auf an der Kundgebung am 11. Dezember in Greifswald teilzunehmen um klar zu machen: Wir wollen keinen zusätzlichen Atommüll erzeugen, wir wollen auch nicht den Müll von Anderen in unserem Land haben.
1. November 2010
Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hat in Ihrer gestrigen Sitzung endlich nach einer 10jährigen Diskussion eine Fernwärmesatzung mehrheitlich beschlossen. Damit wurde eine der Forderungen aus dem Bürgergutachten innerhalb des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt. Getragen wurde die Entscheidung vor allem durch die Fraktionen DIE LINKE, Die Grünen, die SPD und die Bürgerliste. Besonders die sachkundigen Vertreter aus diesen Fraktionen haben den erreichten Konsens ausgehandelt. Eine der Hauptforderungen neben der Einsparung von CO2, waren die Kosten für 60% der Greifswalder Bürger die bereits heute an das Netz angeschlossen sind zukünftig bezahlbar zu halten (Ziel: 6 Cent/ kWh) und weiter fossile Brennstoffe schrittweise zu ersetzen. Die Satzung hat einen Geltungszeitraum von 5 Jahren, danach soll nochmals überprüft werden ob die gesetzten Ziele so erreicht werden können.
Es gab mächtig Zunder im Vorfeld. Herr Prof. Matschke sang das hohe Lied der FDP von den kommunalen Monopolen und die Sanitär-Innung demonstrierte vor dem Rathaus. Anschlußzwang für alle, Wettbewerbsausschluß, Ausbeutung der Greifswalder und das Ende der technischen Entwicklung wurde von diesen Seiten in die Diskussion geworfen.
Was waren dabei unsere Kriterien? Es sollten wirklich Fortschritte im kommunalen Klimaschutz ermöglicht werden. Mit der nun feststehenden Festlegung von 2/3 der Wärmeanschlüsse in ein Fernwärmegebiet werden bereits 1/3 der avisierten Einsparungen an CO2-Emissionen erreicht. Das Klimaschutzkonzept ermöglicht jede weitere Einspeisung, z.B. Biogas, in die KWK-Anlagen und führt zur Reduzierung des Erdgasbedarfs und damit zur schrittweisen Dekarbonisierung der Fernwärme. Ein erste Biogasanlage ist bei den Stadtwerken in Planung.
Als zweiter Punkt unseres Kriterienkataloges: Es sollte so wenig wie möglich Bürokratie anstehen für den Ausschluß vom Anschlußzwang. Will jemand komplett erneuerbare Energien einsetzen ist er komplett befreit. Will jemand doch eine eigene Heizungsanlage haben, die durchaus effizient, aber auf Erdgasbasis arbeitet – auch das geht bis zu einem Anschluß von 15 kW. Das ist für ein Einfamilienhaus knapp, wenn keine weiteren Dämmung gegenüber dem alten Standard eingesetzt werden. Doch mit einer verbesserten Dämmung ist dies ein weiterer Beitrag zum lokalen Klimaschutz.
Bleibt noch unser drittes Kriterium: Preistransparenz und die Preise sollen eben nicht zusätzlich den Beutel der Greifswalder belasten. Daran wäre beinahe unsere Zustimmung gescheitert. Aber wie sich zeigte, enthält jeder Fernwärmevertrag eine sogenannte Preisgleitformel. Diese Formel beschreibt z.B. den Fernwärme-Arbeitspreis in Abhängigkeit vom Rohstoff. Früher war es nur in Abhängigkeit vom Ölpreis. Nun wird ein Mix aus Öl- und Erdgaspreis eingeführt. Ergebnis: Ab Januar 2011 wird die Fernwärme in Greifswald nur leicht über den Bundesdurchschnitt liegen. 2007 lagen wir noch über dem Durchschnitt von MV und der war (und ist) bekanntlich eh schon der höchste Wert in deutschen Landen.
Was wir jetzt haben? So wie vor 120 Jahren die geordnete Müllsammlung in den Städten eingeführt wurde (allerdings ebenso über Anschlußzwang) beginnt nun das Zeitalter aktiver lokaler Klimaschutzmaßnahmen in Greifswald.
Wir werden auch von unserer Seite diesen Prozess weiter begleiten, um ggf. rechtzeitig eventuellen negativen Entwicklungen gegensteuern zu können.
Als nächstes wollen wir auf diesem Gebiet zusammen mit den Handwerkern, Konzepte zur verbesserten Strom- & Wärme-Effizienz entwickeln. Am Ende sollen für den Mieter, geringere Betriebskosten, für die Handwerker neue technische Lösungen und eben weiter reduzierte CO2-Emissionen zu Buche schlagen.
Ein weiterer wichtiger Beschluss war der Radverkehrsplan. Dieser Beschluss ist ein guter Anfang. In den Haushaltsdiskussionen der nächsten Jahre wird sich zeigen, wie ernst es die Bürgerschaft meint, wenn es darum geht, Geld für die Umsetzung in den Vermögenshaushalt einzustellen.
27. August 2009
Die neue Wahlperiode beginnt am 31.08.09 mit den Ausschusssitzungen.
Um die Arbeit der Fraktion auf eine noch breitere Basis zu stellen wollen wir zukünftig außerparlamentarisch in Arbeitskreisen mit interessierten BürgerInnen zusammen arbeiten.
Unsere Überlegungen zielen auf 4 Arbeitskreise:
1. AK Soziale Gerechtigkeit
2. AK Stadtentwicklung/ Wirtschaftsentwicklung
3. AK Demokratie/Kreisreform
4. AK Kultur/Bildung
Ziel ist es, gemeinsam Beschlussvorlagen für die Bürgerschaft zu erarbeiten und so
die Entwicklung unserer Stadt voranzutreiben.
Jeder, der sich eine Mitarbeit vorstellen könnte, meldet sich bitte unter der
E- Mail: linksfraktion-greifswald@web.de
oder
Fraktionsgeschäftsstelle Lange Straße 13
17489 Greifswald
Telefon: 0382234 - 594628
Im Auftrag der Fraktion
Birgit Socher